Willkommen beim  Vogelschutzverein Erlensee


Wir freuen uns, dass Sie sich für uns und unsere Arbeit für Fauna und Flora interessieren.


Was steht an?

  • 16.03.2018, 20:00 Uhr, Jahreshauptversammlung in der Vogeltränke
  • 17.03.2018, 15:30 Uhr, Ausflug (wenn das Wetter passt) ins Bingenheimer Ried


Aktuelles:

20.01.2018, Ende der Winterpause nach Nistkastenreinigung

In der Winterpause waren wir nicht untätig. An den vergangenen zwei Sonntagen trafen sich Mitglieder und Nicht-Mitglieder, um gemeinsam in den Wäldern der Gemarkung Erlensee die zahlreichen, vereinseigenen Nisthilfen für den kommenden Frühling und Sommer zu reinigen. Diese jährliche Reinigung der 500 Nistkästen des Vereins muss durchgeführt werden, da ansonsten Parasiten in den Kästen überwintern können und im Frühjahr Embryonen in den Vogeleiern oder bereits geschlüpfte Vogelbabys töten können.
Das Reinigen und Pflegen der Nisthilfen ermöglicht es sogenannten Höhlenbrütern
Nester anzulegen, denn diese sind zu einem großen Teil auf die künstlichen Höhlen angewiesen. Leider gibt es in unseren Wäldern kaum alten Baumbestand, der natürliche Höhlen besitzt. Zu den Höhlenbrütern zählen viele heimische und beliebte Vogelarten wie z. B die Kohlmeise und die Blaumeise.

Die Reinigung sollte ebenfalls von jedem, der Nistkästen aufgehängt hat, im Winter
durchgeführt werden, um so das Überleben der Nachkommen im Frühjahr zu sichern. Lediglich Nistkästen, die durch Siebenschläfer bewohnt sind, sollten nicht gereinigt werden.

Neben der jährlichen Nistkastenreinigung haben wir außerdem Müll im Wald  gesammelt. Mehrere Säcke voll Unrat, der von Unbekannten jedes Jahr hinterlassen wird wurden befüllt. Dieser Müll stellt für viele Tiere eine Gefahr dar und sieht zudem auch nicht schön aus.

Wir bitten Spaziergänger, die nummerierte Nistkästen im Wald oder in Erlenseer Parks und Friedhöfen am Boden finden, diese vor Ort zu belassen und uns zu kontaktieren. Es kommt immer wieder zu Verlusten durch unerlaubte Mitnahme der Kästen, was uns erhebliche Kosten verursacht. Unsere Kästen sind mit den Buchstaben "EE" und einer Nummer gekennzeichnet.

 

Quelle: Erlensee aktuell


Star, Vogel des Jahres 2018

Der Star ist kein gewöhnlicher Allerweltsvogel, er hat herausragende Talente.
Wer den Star einmal im Frühjahr und dann wieder im Herbst betrachtet, könnte denken zwei verschiedene Vögel gesehen zu haben. Den Vogel des Jahres am Gesang zu erkennen, ist schwierig, da er gerne in andere Rollen schlüpft und Geräusche nachahmt. Seine Nahrung ist sehr vielseitig und abhängig von den Jahreszeiten.
Manche Stare sind monogam, andere wechseln dagegen ihre Partner. Die meisten brüten zweimal im Jahr, vor allem wenn die erste Brut nicht erfolgreich war. Stare sind gesellig und tippeln gerne gemeinsam über Wiesen, wo sie Regenwürmer und Bodeninsekten suchen. Wohngebäude oder Stallungen bieten Staren beliebte Brutplätze.
Stare sind Höhlenbrüter und haben keine eigenen Reviere. Vielmehr mögen sie es dort zu brüten, wo sich auch andere Paare niedergelassen haben. Aus vier bis sieben Eiern schlüpfen nach 11 bis 13 Tagen die Jungen. Ende Juli ist die Brutzeit beim Star vorbei.
Den Flugstil des Stars prägen rasche, kräftige Flügelschläge. Vor der Landung geht er in einen Gleitflug über, bei dem die dreieckige Flügelform gut zu erkennen ist. Zum Star unter den Vögeln wird er auch durch seine atemberaubenden Schwarmformationen, bei denen hunderttausende Individuen perfekt aufeinander abgestimmt durch die Lüfte gleiten.
Der ursprüngliche Lebensraum unserer Stare befand sich in Randlagen von Laubwäldern. Heute besiedeln sie viele Gebiete, die vom Menschen landwirtschaftlich genutzt werden. Doch brüten aktuell etwa zwei Millionen Staren-Paare weniger in Deutschland als noch vor zwanzig Jahren.
Der Star ist den Menschen vertraut und weit verbreitet. Doch seine Präsenz in unserem Alltag täuscht, denn der Starenbestand nimmt ab. Es fehlt an Lebensräumen mit Brutmöglichkeiten und Nahrung – insbesondere verursacht durch die industrielle Landwirtschaft.

 

Hier finden Sie mehr Information zum Star.